Hockey-Pokale gehen nach Hamburg und Berlin

ATSV Güstrow scheitert beim Höcker-Turnier erst im Finale knapp

GÜSTROW Zwei Tage lang wurde bei der 63. Auflage des Wilhelm-Höcker-Turniers in der Güstrower Sport- und Kongresshalle ausgezeichnetes Hallenhockey geboten. Nach insgesamt 54 Spielen standen mit den Herren des Marienthaler THC Hamburg und den Damen des Mariendorfer HC nach spannenden Kämpfen die verdienten Pokalgewinner fest. Die zahlreichen Zuschauer, die nach der langen Coronapause heiß auf die Güstrower Lieblingssportart waren, hatten aber auch ihre helle Freude an ihren ATSV-Mannschaften. Vor allem die Güstrower Herren stellten sich in hervorragender Verfassung vor, aber auch die Damen hielten in dem Klassefeld sehr gut mit. Doch der Reihe nach.
Die vom jungen Trainer Björn Oppitz herverragend vorbereiteten Güstrower Herren starteten mit einem 4:2-Sieg gegen Phönix Lübeck und lieferten danach gegen TSV Leuna ihr erstes Meisterstück ab. Auch gegen den Zweitbundesligisten wurde mit 4:2 gewonnen. Danach kam es gegen den Marienthaler THC Hamburg schon zu einem echten Endspiel um den Gruppensieg, das 2:2 endete. Am Sonntag machte ATSV mit dem klaren 9:5 gegen den Spandauer HTC, einem weiteren Zweitbundesligisten, den Gruppensieg und Einzug ins Halbfinale perfekt. In dem trafen die Güstrower auf den in der 1. Bundesliga spielenden Turnierfavoriten Mariendorfer HC – und gewannen mit 4:3. Danach erhielten sie völlig verdient viel Lob von Björn Oppitz und wurden von den Zuschauern gefeiert. Aber auch der Gruppenzweite Marienthaler THC Hamburg zog ins Endspiel ein. Nach einem 4:4 im zweiten Halbfinale gegen TG Heimfeld entschieden die Hamburger das Siebenmeterschießen mit 6:5 für sich.
So trafen die Güstrower und Hamburger im Endspiel nochmals aufeinander, und diesmal gab es schon in der regulären Spielzeit einen Sieger. Nach 2:2-Halbzeitstand zogen die Hamburger bis auf 5:2 davon. ATSV konnte den Rückstand zwar noch auf 4:5 verkürzen, doch zum Ausgleich reichte es trotz klarer Chancen nicht mehr. Damit erkämpfte der Marienthaler THC Hamburg nach 2013 und 2014 zum dritten Mal den Höcker-Pokal. Björn Oppitz war dennoch mit seiner Truppe zufrieden. „Die Jungs haben ein tolles Turnier gespielt. Wir können zuversichtlich in die Regionalliga- Punktspiele gehen.“ Besonders lobte er die jungen Spieler Justus Drenckhan und Niklas Benthien. Natürlich auch Felix Knoblauch. Der Hallenhockey-Europameister von 2014 erhielt die offizielle Auszeichnung als „Bester Spieler des Turniers.“
Bei den Damen entschied der Mariendorfer HC Berlin das Endspiel gegen die Potsdamer Sport-Union nur knapp mit 4:3für sich. Die ATSV-Damen belegten im Feld der zehn Mannschaften den sechsten Platz. Sie feierten in den Gruppenspielen mit 2:1 gegen den Steglitzer TK und 2:0 gegen TSV Leuna zwei Siege, verloren gegen den Kieler HTC mit 1:3 und de späteren Turniersieger Mariendorfer HC mit 0:7 aber auch zwei Spiele. Das Spiel um Platz fünf verloren die ATSV-Damen gegen den Marienthaler THC Hamburg mit 1:7. Cheforganisator Marco Drenckhan zog eine positive Bilanz: „Das Turnier hat großartigen Sport gebracht, die Fans waren auch von ihrem ATSV voll begeistert. Was will man mehr?“ Rolf Becker
ATSV Güstrow Herren: Rybacky, Stehlow, Nitzschke; Ahlberg 6, Benthien 7. Berkau 1, Bobzien 2, Engel 2, J. Drenckhan 1, Franke 1, Janke 3, Knoblauch 2, Koberg.1, Noske 1, Schröder, Tessenow

Rolf Becker - SVZ

Zurück